Vorsorgevollmacht

Wann greift eine Vorsorgevollmacht

Die Vorsorgevollmacht greift dann ein, wenn Sie als Pflegefall Ihre Finanzen sowie Ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können. D.h. Sie können mit einer Vorsorgevollmacht verschiedenste Angelegenheiten regeln und eine dafür bestimmte Vertrauensperson damit beauftragen. Eine Vorsorgevollmacht ist umfassender als eine einfache Bankvollmacht und befähigt die von Ihnen gewählte(n) Person(en) Bank- und Rechtsgeschäfte für Sie zu regeln. Sofern die Vorsorgevollmacht im Original vorliegt, ersparen Sie sich das Gerichtsverfahren, die Prüfung, ob Sie tatsächlich krank sind und können Ihre(n) Betreuerin, Betreuer selbst wählen. Im Zuge eines Gerichtsverfahrens wird ansonsten eine Betreuerin, ein Betreuer für Sie bestimmt.
Damit stellt die Vorsorgevollmacht eine wichtige Ergänzung zur Betreuungsvollmacht dar.

Geregelt werden können:

Finanz- und Vermögensangelegenheiten

Dies beinhaltet u.a. Rechnung bezahlen, Überweisungen tätigen, Rechtsgeschäfte in Ihrem Namen abschließen bis hin zur kompletten Vermögensverwaltung

Gesundheitsmanagement

Dies kann von der Einsicht der Krankenakte bis hin zur Ärzte- oder Pflegedienstwahl, der Erlaubnis oder Ablehnung von Behandlungen alles beinhalten

Vertretung

Die Vertretung vor Gericht, die Beauftragung von Anwälten bis hin zur Anmeldung bei der Rentenversicherung kann hiervon berührt sein.

Aufenthalt/Wohnungsangelegenheiten

Es können Mietverträge gekündigt werden, Entscheidungen bzgl. der Unterbringung in einem Pflegeheim bis hin zur Untervermietung der Wohnung getroffen werden.
Eine Entscheidung über freiheitsentziehende Maßnahmen können Sie an keinen Bevollmächtigten abgeben. Geht es um den Umzug in ein geschlossenes Pflegeheim oder eine Bettfixierung entscheidet immer das Betreuungsgericht.