Aufstellung aller Internet Accounts auf Plattformen wie Facebook, Instagram etc.

Nach dem Tod ist es nicht klug von den Erben, wichtige digitale Konten schnell zu löschen. Die Konten, insbesondere die E-Mail-Konten, können Ihren Hinterbliebenen noch wertvolle Dienste leisten. Wenn Sie möchten, können Sie sie darauf hinweisen. Dennoch empfiehlt es sich eine Auflistung aller Accounts zu Hinterlassen, damit die Erben nach entsprechender Zeit die Accounts auf „inaktiv“ stellen bzw. löschen können. Mittlerweile gibt es Firmen, die diesen Service anbieten. Dies ist natürlich mit Kosten verbunden. Wenn Sie möchten, dass die Erben dies selbst in die Hand nehmen ist es wichtig, Ihnen eine Übersicht aller Accounts zukommen zu lassen. Es gibt zahlreiche Portale heutzutage, im Anschluss gehen wir symbolisch lediglich auf Facebook ein. Da jeder Online Dienst eine andere Vorgehensweise hat ist es für uns nicht möglich auf alle einzugehen. Wenn Sie wissen möchten, wie es sich bei den von Ihnen genutzten Diensten verhält, schauen Sie mal bei den jeweiligen „Einstellungen“ nach.

Facebook

Facebook-Nutzer können z.B. selbst bestimmen, wie das soziale Netz­werk mit dem eigenen Konto im Todes­fall umgehen soll. Nehmen sie keine Einstel­lungen vor, so fällt mit ihrem Tod der Account auto­matisch in die Hände der Erben. Das hat der Bundes­gericht­hof entschieden.

Was Sie als Facebook-Nutzer tun können

Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre Erben Zugriff auf Ihren Account erhalten, können Sie als Nutzer selbst für den Fall Ihres eigenen Todes auch hier vorsorgen und Ihren Angehörigen Ärger und die Klärung der Frage ersparen, was mit Ihrem Konto geschehen soll.

Einen Über­blick über Ihre Möglich­keiten finden Sie bei Facebook, wenn Sie im Menü oben auf das Fragezeichen-Symbol klicken und dann den Hilfe­bereich aufrufen. Dort findet sich unter „Verwaltung deines Kontos“ der Button „Dein Profil und Einstel­lungen“ und dort „Einen Nach­lass­kontakt auswählen“. Sie haben hier die Möglich­keit, Ihr Nutzer­konto später löschen oder es in einen Gedenk­zustand versetzen zu lassen.

Nutzer­konto im Gedenk­zustand

Was bedeutet das? Sofern Sie diese Funktion gewählt haben und Facebook von Ihrem Tod erfährt, wird Ihr Konto in den Gedenk­zustand versetzt. Facebook macht hierzu folgende Notiz: „Konten im Gedenk­zustand stellen für Freunde und Familien­angehörige eine Möglich­keit dar, zusammen­zukommen und Erinnerungen zu teilen, wenn eine Person verstorben ist“. Abhängig von Ihrer Privatsphäre-Einstel­lungen können Ihre Freunde in der Chronik Erinnerungen teilen. Wenn es keinen sogenannten Nach­lass­kontakt gibt, können Nutzer­konten im Gedenk­zustand nicht geändert werden.

Nach­lass­kontakt bestimmen

Sofern Sie einen Nachlasskontakt bestimmen, kann dieser Ihr Facebook-Konto im Gedenkzustand verwalten. Der Nachlasskontakt muss allerdings ein Facebook-Freund von Ihnen sein. Der Nach­lass­kontakt kann somit Beiträge hinzufügen, auf neue Freund­schafts­anfragen antworten und das Profilbild ändern. Damit sind dann allerdings die Grenzen des Zugriffs erreicht. So kann der Nachlasskontakt nicht in Ihrem Namen posten oder Ihre Nach­richten einsehen. Wenn Sie es freischalten, dann kann Ihr Nach­lass­kontakt nach Ihrem Tod eine Kopie Ihrer auf Facebook geteilten Inhalte herunterladen. Dazu gehören Beiträge, Fotos und Videos Ihres Profils.

Facebook Konto im Todes­fall dauer­haft löschen

Wenn Sie Ihren Account nach Ihrem Tod löschen lassen möchten, müssen Sie auf Ihrer eigenen Facebook-Seite oben rechts im Drop-Down-Menü auf das nach unten zeigende Pfeilchen klicken und „Einstel­lungen“ wählen. Klicken Sie dann im Menü links oben auf „Allgemein“, dann auf „Konto verwalten“ und anschließend auf „Konto­löschung anfordern“. Es erscheint ein neues Fenster mit der Frage „Dein Konto in der Zukunft löschen?“ Klicken Sie dann auf „Nach dem Tod löschen“. Facebook löscht das Konto nach eigenen Angaben, sobald es von Ihrem Tod erfährt. Den Todes­fall müssen unmittel­bare Familien­angehörige oder Ihr Nach­lass­verwalter allerdings nach­weisen, zum Beispiel mit der Ster­beurkunde. Einfacher ist es, einer Vertrauens­person die eigenen Zugangs­daten zu hinterlassen. Diese Person kann dann im Todes­fall das Konto ganz einfach löschen.