Betreuungsvollmacht

Jeder kann für sich eine Betreuungsvollmacht erstellen oder dies über einen Notar oder Rechtsanwalt erstellen lassen.

Wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, bestimmt dieses Dokument wer Entscheidungen rund um Ihre Betreuung fällen darf. Es tritt laut § 1896 BGB nur dann in Kraft, wenn Sie tatsächlich ein Pflegefall werden – ansonsten ist das Dokument wirkungslos.

Wer ist also bestimmt und darf Entscheidungen rund um Ihre weitere Betreuung zu fällen, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind? Sie können im Vorfeld selbstbestimmt entscheiden, wer Ihre Angelegenheiten regelt und wer die Betreuung für Sie übernimmt. Z.B. können Sie auch regeln, ob Sie eine Betreuung zu Hause oder eher ein Pflegeheim bevorzugen. Auch bei Differenzen können Sie in diesem Dokument beispielsweise festhalten, wer Sie auf keinen Fall betreuen soll.

Um der Betreuerin, dem Betreuer etwas Last von den Schultern zu nehmen, empfiehlt es sich festzulegen, wie Sie sich das Weiterleben in diesem Falle vorstellen. So können Sie Zweifel, ob die richtigen Entscheidungen getroffen wurden oder nicht, den Betreuern abnehmen.

Als Faustregel gilt: Um so genauer Sie Ihre Wünsche und Ihren Willen schildern, um so einfacher machen Sie es damit sich selbst und Ihren Betreuern.